Operationen am
Sprunggelenk & am Fuß


Bändernaht

Führte bei einem Bänderriss die konservative Behandlung nicht zu einer Heilung, können die Bänder genäht bzw. rekonstruiert werden. Im Anschluss an den Eingriff wird das Sprunggelenk für sechs Wochen mit einem Unterschenkel-Gipsverband ruhig gestellt.

Knorpelchirurgische Maßnahmen

Knorpelglättung: Shaving

Wenn der Knorpel, der im Gelenk den Knochen umgibt, wie ein alter Teppich aufgefranst ist, wird er mit einem speziell dafür geschaffenen Instrument, dem „Shaver“ (dt. Rasierer) geglättet. Eine solche Glättung kann eine erhebliche Schmerzlinderung bewirken.

Mikrofrakturierung / Pridiebohrung

Bei tieferen Knorpelschäden, die bis auf den darunterliegenden Knochen reichen, kommt die Mikrofrakturierung zur Anwendung . Hierbei wird die äußere Knochenschicht mit einem kleinem, spitzem Stößel oder einem Bohrdraht durchbrochen. Dadurch entsteht eine Verbindung zum darunter liegenden Knochenmark. Das aus der Knochenwunde austretende Blut spült Stammzellen an die Oberfläche, die am freiliegenden Knochen anhaften. Hierdurch entsteht neues Knorpelgewebe (Faserknorpel), das dem ursprünglichen Knorpel ähnelt (wie beim Knie).

Spreizfuß- bzw Ballen-OP

Hallux valgus-Operation

Beim Hallux valgus gibt es eine Vielzahl von Operationsverfahren. Es soll hier nur das Grundprinzip dargestellt werden. Zunächst wird der Ballen (der knöcherne Vorsprung) entfernt. Anschließend wird der Mittelfußknochen hinter dem Gelenk V-förmig durchgesägt, nach außen in Richtung der Kleinzehe verschoben und mit einer Schraube oder einem Draht befestigt. Dadurch kommt die Großzehe in einen geraden Stand. Begleitend wird meist ein Weichteileingriff zur Korrektur der Kapsel- und Muskelverhältnisse durchgeführt. Für vier bis acht Wochen muss ein spezieller Verbandsschuh mit fester Einlegesohle getragen werden, der die Bewegung im Großzehengrundgelenk verhindert. Sie können sofort auf dem Fuß laufen.

Hallux rigidus-Operation

Ist das Großzehen-Grundgelenk durch Verschleiß bereits weitgehend versteift und reiben die Knochenenden schmerzhaft aneinander (Hallux rigidus), so muss ein Teil des Gelenks entfernt werden, um wieder „Platz zu schaffen“. Bei der Operation werden der Knochenvorsprung am Ballen sowie ein Teil des schmerzhaften und versteiften Grundgelenkes (die Basis der Großzehengrundphalanx) entfernt. Die Folge ist eine Fußverschmälerung. Bis zum Abschluss der Wundheilung wird der große Zeh durch einen Draht geschient, dazu muss der Patient einen speziellen Verbandschuh tragen. Auch nach dieser Operation können Sie sofort den Fuß belasten.

Hammerzehen-OP

Diese häufige Fehlstellung der Kleinzehen können entweder isoliert oder in Kombination mit Hallux-valgus-Operationen korrigiert werden. Hierzu wird der Zeh im mittleren Gelenk mittels eines Pins versteift, der 2- 4 Wochen noch der Operation wieder entfernt wird. Bei schweren Verformungen muss zusätzlich die Strecksehne verlängert werden. Die funktionellen Ergebnisse dieser Operation sind sehr gut, die Krallenfunktion des Zehes ist nicht beeinträchtigt. Die Patienten können nach Ausheilung wieder normal belasten und schmerzfrei abrollen.