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Ellenbogen


Tennisellenbogen / Golferellenbogen

Wenn der Ellenbogen schmerzt

Manchmal beginnt es schleichend und man kann sich an ein auslösendes Ereignis gar nicht erinnern, manchmal gibt es bei einer Drehbewegung plötzlich heftige Ellenbogenschmerzen.

Die Ursache für den Tennisellenbogen sitzt in den Sehnenansätzen am Ellenbogen, entweder außen oder innen. Bei bestimmten Bewegungen der Hand schießt plötzlich ein Schmerz ein, der so heftig ist, dass einem die Kaffeetasse aus der Hand fällt. Selbst das Händeschütteln kann zur Qual werden, wenn der rechte Ellenbogen betroffen ist. An der Innenseite des Ellenbogens sprechen wir vom Golferellenbogen und an der Außenseite vom Tennisellenbogen.

In vielen Fällen liegt eine Überlastung des Ellenbogens vor. Das kann ein intensives Tennisspiel sein, eine Fehlhaltung beim Golfspielen, aber auch Heckenschneiden, Bügeln oder Fensterputzen. In manchen Fällen findet man aber auch eine Störung in der Schulterfunktion oder eine Erkrankung der Halswirbelsäule als Ursache. Wichtig ist eine frühzeitig einsetzende Diagnostik und Therapie, um chronische Verläufe zu verhindern.

Behandlung: medikamentöse Therapie, SpritzenElektrotherapieOperation

Ellenbogenarthrose

Wenn der Ellenbogen nicht mehr beweglich ist

Es äußert sich meist in einem gewissen Steifheitsgefühl in den Armen, man mag das Gelenk nicht ganz strecken oder ganz anbeugen, Überwärmung und eine Schwellung können hinzukommen – auch in den Gelenken der Arme können sich Abnutzungserscheinungen des Knorpels bemerkbar machen. Ursache können Sportarten sein, in denen die Arme stark beansprucht werden (z.B. Hand-, Volley-, Basketball oder viele Kampfsportarten). In dem sehr engen Ellbogengelenk können schon kleine abgelöste Knorpelanteile eine Blockierung auslösen. Es gibt aber auch angeborene Wachstumsstörungen im Ellbogengelenk, bei denen es zur Ablösung von Knochenteilchen kommt, die ebenfalls Einklemmungen hervorrufen können. Diese müssen operativ versorgt werden, um Schäden des Restknorpels zu verhindern.

Behandlung: medikamentöse BehandlungMagnetfeldKrankengymnastik

Schleimbeutelentzündung

Wenn der Ellenbogen dick und heiß wird

Eine Schleimbeutelentzündung im Ellenbogengelenk sieht meistens schlimmer aus, als sie ist. Wie alle direkt unter der Haut liegenden Knochenvorsprünge ist auch der Ellenhaken durch einen Schleimbeutel geschützt. Chronische Reizung wie zum Beispiel durch permanentes Aufstützen des Ellenbogens beim Telefonieren, aber auch ein Stoss oder ein Aufprall können den Schleimbeutel anschwellen lassen. In diesem Fall befindet sich Blut darin, bei chronischer Reizung eine bernsteinfarbene Flüssigkeit. Die Schwellung kann orangengroß werden.

Meistens ist eine Schleimbeutelentzündung vollkommen harmlos und bildet sich spontan zurück. In manchen Fällen ist jedoch die vollständige Rückbildung nicht möglich. Nach Abklärung der Ursache ist dann eine spezifische Therapie notwendig, medikamentös oder mit Spritzen. Sollte sich dadurch keine dauerhafte Verbesserung des Zustands herbeiführen lassen, hilft als letztes Mittel die operative Entfernung des Schleimbeutels.